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Heute war ich unterwegs auf meinem vorletzten Wanderabschnitt von Hoheneggelsen nach Ottbergen auf dem Braunschweiger Jakobsweg. Bereits um 8:04 Uhr startete ich am Bahnhof in Hoheneggelsen. Diesmal ging es über den Radweg bis nach Feldbergen. Das war noch richtig frisch heute morgen, aber wie immer hatte ich die passende Kleidung an. In Hoheneggelsen habe ich etwas bisher noch nicht bekanntes gesehen: ein Kolumbarium, dort ist dann eine oberirdische Beisetzung von Urnen durch sichtbare Wand- und Glaskuben in der Kirche möglich. Die Errichtung war 2012 deutschlandweit für eine Landgemeinde einmalig. Wer mag auf so eine fortschrittliche Idee gekommen sein? Ich sollte es später erfahren.

Kurz vor Bettrum begegnete ich fünf Hasen. Ein Feldhase kam mir auf dem Feldweg Richtung Feldbergen entgegen. Erst ca. 10m vor mir bemerkte der Feldhase mich und schlug schnell einen „Haken“. Ich konnte es mir nicht verkneifen wie bei unserer Hündin „Bella“ – feines Häschen zu rufen… Der Braunschweiger Jakobsweg führte mich direkt an der St. Martins Kirche in Bettrum vorbei. St. Martins-Kirchen liebe ich… (sh. Bericht Jakobsweg Nürnberg – Konstanz). Eine sehr gepflegte Kirchenanlage und auf dem Nachbargrundstück ein restauriertes Fachwerkhaus als Jugendheim. Echt toll gemacht hier, was muss das für ein toller Pastor sein. Und dann las ich was im Schaukasten: Pastor „Ecki“ Hallemann mit 61 Jahren verstorben. Ich kannte den Pastor nicht, aber es muss ein besonderer Mensch gewesen sein: er hatte die Idee mit dem Kolumbarium in Hoheneggelsen, mit einem guten Freund sammelte er als Don Camillo und Peppone für einen guten Zweck, maßgeblich engagierte er sich für die Jugend und sorgte für das schicke Fachwerkhaus. Und wenn dann noch ein Pastor bei Spielen von Borussia Mönchenglandbach die Fahne am Pfarrhaus hisste, dann war es wirklich ein „Gutmensch“. Schade, dass ich ihn nicht kennengelernt habe und seit seinem Tod am 21. Februar 2021 hat auch keiner mehr das Stempelkissen vom Pilgerstempel getränkt… Hoffentlich lebt die Kirchengemeinde in seinem Sinne weiter.

Die Pilgerkirche in Nettlingen hat eine neue Tür bekommen und es wurde glatt vergessen das Pilgerschild und den Stempel herauszulegen bzw. einen Zugang zu schaffen. Da muss die Kirchengemeinde auch dran arbeiten. Über Wöhle wanderte ich dann am Sportplatz vorbei zum Wallfahrtsort Ottbergen. Die Strecke von Hildesheim bis Ottbergen bin ich fast vor einem Jahr (5. Februar 2020) gewandert. Eine beschauliche Kreuzkirche oben auf dem Berg. Diesmal bin in die Lindenallee runtergewandert und konnte die Keramikbilder in den Steinstelen wieder bewundern. Echt tolle Gebetsstationen. Und natürlich war ich auch in der Mariengrotte mit dem kleinen Altarraum direkt neben der Kreuzkirche. Hier habe ich mir die Zeit genommen zu beten… hat nicht weh getan…

In der Klosterkirche im Ort habe ich den ersten und einzigen Pilgerstempel bekommen. Immerhin. Mit dem Bus ging es dann nach Hildesheim nach über 22 Kilometer Wanderstrecke zurück. Natürlich fuhr der Bus auch durch den Ort Uppen, den kannte ich schon von meiner Wanderung vor einem Jahr, links die Autobahn A7 in 50 Meter und rechts in 50 Meter die Bundesstraße 6. Krass, dass Menschen hier bei diesem Lärm überhaupt wohnen können…

Jetzt fehlt mir nur noch der letzte Wanderabschnitt auf dem Braunschweiger Jakobsweg von Alfeld über Kloster Amelungsborn nach Höxter. Das mache ich aber erst, wenn eine Übernachtung in Amelungsborn wieder möglich ist. Bis dahin freue ich mich schon drauf.

Bernhard

Jahrgang 1963, Pensionär

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