Gestern Abend durfte ich im Hotel zur Linde ein köstliches Abendessen genießen. Die Atmosphäre erinnerte mich an die gemütlichen Stube meiner Mutter, was sofort ein Gefühl von Zuhause hervorrief. Von meinem Tisch aus hatte ich einen Blick auf den Parkplatz vor der Fußgängerzone. Ein älterer Mann parkte dort sein Auto, und kurz darauf trat ein liebevolles Ehepaar in das Restaurant ein. Sie gingen so zärtlich miteinander um, dass ich sie unauffällig beobachtete.

Beim Hinausgehen sprach ich den Mann an: „Darf ich Ihr Alter schätzen?“ Ich sagte 71, und er antwortete überrascht: „Stimmt! Kennen wir uns?“ Ich verneinte und fügte scherzhaft hinzu, dass ich Hellseher sei und er am 4. Juni Geburtstag gehabt hätte. Wieder bestätigte er verblüfft. Als alle Gäste sich umdrehten, erklärte ich schnell, dass ich lediglich das Autokennzeichen mit den Zahlen 4653 gesehen hatte. Alle lachten, und ich wünschte noch einen schönen Abend. Ein kleiner Kennzeichen-Tick von mir.

Ein mühsamer Wandertag

Nach einer unruhigen Nacht und einem stärkenden Frühstück musste ich mich zwingen, weiterzuwandern. Müde und erschöpft mit wunden Füßen machte ich mich auf den Weg. Ab Meldorf führte mich die Strecke über Gudendorf und St. Michaelisdonn. Aufgrund der starken Sonne wählte ich die schattige Waldroute in der Nähe des Dithmarscher Jakobswegs, entlang der Bahnstrecke und der Pipeline von der Raffinerie Heide.

Kurz nach Dingerdonn, nach etwa 15,17 Kilometern, war die Erschöpfung so groß, dass ich eine Pause einlegen musste. Den restlichen Weg von 9,6 Kilometern nahm ich dann den Bus, da sich meine Müdigkeit und Schmerzen verstärkt hatten. Jetzt sitze ich am alten Hafen von Brunsbüttel und warte auf die Hotelöffnung um 15 Uhr.

Das war’s für heute…

Und natürlich noch das Bild aus dem Wenn-Buch dabei.

Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

Von Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.