Meine jüngste Pilgerwanderung auf den Jakobswegen von Friedrichstadt/Schleswig nach Glückstadt bis Harsefeld umfasste 256 Kilometer in 11 Wandertagen. Mit einem täglichen Durchschnitt von 23,27 Kilometern und einem Rucksackgewicht von 11,5 Kilogramm habe ich nun meine 13. Wanderung auf einem deutschen Jakobsweg abgeschlossen.

Die Reise war nicht ohne Herausforderungen. Eine schmerzhafte, offene Wunde, verursacht durch eine dicke Blase, begleitete mich bis zum Ende. Im Nachhinein hätte ich die neuen Wanderschuhe besser zu Hause einlaufen sollen.

Der Dithmarscher Jakobsweg von Friedrichstadt nach Glückstadt verlief größtenteils auf Rad- und Fahrwegen, während die Via Jutlandica sehr abwechslungsreich war, mit wunderschönen Wiesenlandschaften und ausgezeichneten Beschilderungen mit der Jakobsmuschel. Einkaufsmöglichkeiten waren rar und beschränkten sich meist auf die Städte entlang der Strecke. Dafür gab es viele Rastplätze für Pilger, obwohl ich keine anderen Pilger auf dem Weg getroffen habe.

Alle Unterkünfte hatte ich im Voraus gebucht. Leider musste ich feststellen, dass trotz deutlich gestiegener Hotelpreise viele Hotels auf dem Stand von vor 20 Jahren geblieben sind. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmte oft nicht, bei einem durchschnittlichen Preis von 80€ pro Nacht. Ich habe das Gefühl, dass einige Hoteliers ihre Zimmer selbst nicht mehr in Augenschein nehmen. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Zimmern aufgrund der Radfahr-Touristen scheinen viele keine Notwendigkeit zu sehen, Verbesserungen vorzunehmen.

Für zukünftige Pilgerwanderungen in Deutschland werde ich ein neues Konzept ausprobieren: Pilgerwanderungen mit unserem Wohnmobil. Ich plane, eine Etappe zu laufen, dann mit Bus oder Bahn zurückzufahren und dann zum nächsten Etappenstart zu fahren (Hopping!). Dies würde zwar mehr Vorbereitung erfordern, könnte aber den Rucksack leichter machen und mehr Flexibilität bieten.

Ich werde rechtzeitig von diesem Selbstversuch berichten.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Community aus dem Pilgerforum und die täglichen 100 Besucher meiner Homepage. Euer Interesse und eure Unterstützung sind mir eine große Motivation! Bis bald.

Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

Von Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.