Immer wieder unbeschreiblich, wenn ich mir auf der Pilgerwanderung einen freien Nachmittag nehme… Entdeckung pur…

Zuerst führte mich mein Weg zum See hier am Gutshaus in Kehnert. Klares Wasser und ruhige Idylle. Wollte ich das? Keine Ahnung, aber ich verspürte großen Hunger, noch größer als groß. Kurz gegoogelt und gleich ein Restaurant im benachbarten Bertingen gefunden. Beim Namen „Zum Indianer“ machte es bei mir „Klick“. Eigentlich wollte ich im dortigen Tipidorf übernachten, bloß dazu hätte ich Schlafsack und Isomatte mitbringen müssen. Das wollte ich verständlicherweise nicht mitschleppen und vom Inhaber und Häuptling Sebastian habe ich den Tipp für das Gutshaus hier in Kehnert bekommen.

Jetzt war ich in meinem Element… Wie sollte ich dahinkommen? Füsse tun weh. Also habe ich mir hier ein altes Fahrrad der Marke Hahn ausgeliehen. Natürlich habe ich gedealt… für zwei Stunden ist doch kein Mietpreis bei einem solchen klapprigen Fahrrad fällig? Was meint ihr? Natürlich habe ich nichts bezahlt.

Also ab aufs Fahrrad und hin zum Indianer. Das 1. Mal seit langem wieder richtig Fahrradfahren. Nach 3,5 Kilometer war ich da. Exklusiver Campingplatz mit Tipidorf. Und gleich am Eingang das neue Restaurant „Zum Indianer „. Empfangen wurde ich von Thommy, der Chef vom Service. Das Restaurant öffnet erst um 17 Uhr sagte er mir und bot mir einen Platz an. Eine Mutter mit ihrem Sohn wartete fürs Bogenschießen, ich dachte Michael aus Lönneberga saß vor mir.

Kurz vor der Bestellung sah in den Koch und die Köchin in der Nähe sitzen. Auf meine Frage an Thommy, was er denn empfehlen würde? Ohne abzuwarten sprang das Koch-Duo auf und kam zu mir an den Tisch. Ich sollte Bisonsteak bestellen und sie garantieren besten Genuss. Okay, es war das teuerste Gericht… egal , ich habe es mir verdient.

Hey Leute, das Bisonsteak war ein Gedicht in Medium, die leicht angeschmorten Mohrrübenscheiben in leichter Knoblauchsoße und der Gurkensalat im Weckglas vollendeten den Genuss.

Häuptling Sebastian dankte ich für die Zimmervermittlung im Gutshaus und Thommy schickte mir die Bilder vom Essen per WhatsApp, weil mein Handyakku leer war.

Ein wunderschöner Ausflug an meinem freien Nachmittag.

P.S. Ich habe nach meiner Rückkehr zum Gutshof gleich fünf Radfahrer vermittelt. Die sind jetzt dort und essen hoffentlich auch Bisonsteak.

Vorspeise. Barbeque-Soße
Bisonsteak

Von Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender und Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von vier lieben Menschen.

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