Das sind die kleinen Momente, die ich besonders genieße: heute erfolgte meine Anreise mit der Harzquerbahn von Benneckenstein bis nach Netzkater. Ein Nostalgie-Triebwagen vom Feinsten. Mit gefühlten 30 km/h ging es dann zunächst Richtung Sophienhof. Da ist doch tatsächlich der Bahnhof mitten im Wald und zum Ort sind es knapp 1.100 Meter.

Die Querbahn fuhr an manchen Stellen so langsam, dass ich hätte Blumen pflücken können. Bei der Eichsfelder Talmühle war die Zwischenstation und Wartezeit und es wurde zweigleisig, damit der Gegenzug passieren konnte. Dann musste der Triebwagenfahrer sich beim Stellwerk anmelden, um die Freigabe für die Strecke zu bekommen. Die kam dann auch, und zur Sicherheit wiederholte er das. Immer wieder hupte er an unbeschrankten Bahnübergängen; dass es heute sowas noch gibt.

Und dann der Hammer: der Triebwagenfahrer machte den Motor aus und wir rollten bergab Richtung Netzkater. Super entschleunigt diese „Abfahrt“.

So jetzt komme ich endlich zum Wandern. Zum Dreitälerblick ging es gleich bergauf; 120 Höhenmeter auf einer Länge von einem Kilometer. Tolle Aussicht. Zum Poppenbergturm ging dann die Wanderung weiter. Vier Jungs aus Braunschweig getroffen, die gemeinsam einen schönen Tag erleben wollten. Toll, dass junge Leute wandern.

Die Ilfelder Wetterfahne war mein nächstes und letztes Ziel. Schnell erreicht und dann ging es bergab nach Ilfeld. 250 Höhenmeter runter. Aua, das tat den Füßen weh.

Ab dem Bahnhof Neanderklinik ging es dann zurück. Und ich wurde überrascht: nach Umstieg bin ich mit einer Brockenbahn von 1956 nach Benneckenstein zurückgefahren. Das war mir ein Mehrpreis von 10€ wert.

Ein toller Eisenbahn- und Wandertag geht zu Ende. Bin eben ein Genießer. 13,7 Tageskilometer.

Ach so, ich habe eine Nachricht von Jeanette (Leipzigerin, die seit vielen Jahren in Norwegen lebt) bekommen, die auf der ViaRegia wandert und interessiert meine Wanderberichte von vor drei Jahren gelesen hat. Heute ist sie beim Drehrumbum vorbeigekommen. Lest dazu bei Interesse meine alte Geschichte unter

Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

Von Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

2 Gedanken zu „Erlebnisbahn, Huper und Entschleunigung“
  1. Der Bericht von der Via Regia ist für mich der beste Wegweiser. Auch, was Unterkünfte betrifft.
    Vorgestern wollte ich auch ins Wasserschloss Döbschütz, dort war aber leider voll. Hatte dann in einer anderen Pilgerpension Glück.
    Aber für morgen hab ich mir schon einen Platz in der Pilgeroase Crostwitz gesichert. Ich freu mich schon. Heute bei 34 Grad mach ich ne Auszeit (auch, wenn ja eigentlich erst der 3. Tag ist), wasche halt die Wäsche durch und gucke mir Bautzen bisschen an.
    Viel Vergnügen weiterhin! Da ist ja schon die Pilgervorbereitung ein Highlight! Herrlich.
    Ich wäre auch gern schon in Pension. 😆

    1. Liebe Jeannette, du bist fleißig unterwegs und hast die richtige Einstellung. Du brauchst dir selbst nichts zu beweisen. Über deine Bilder im WhatsApp-Status verfolge ich deine Wanderstrecke und erinnere mich an viele schöne Momente. Viel Spaß weiterhin. Bernhard

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert