Am Himmelfahrts-Samstag ging es mit meiner Wanderung Richtung Himmel… nein, nur zum höchsten Berg in Sachsen-Anhalt dem Brocken, der volkstümlich „Bibi“ Blocksberg genannt wird, auf 1141,2 m ü. NHN. Startpunkt war der Parkplatz am Ehrenfriedhof zwischen Torfhaus und Oderbrück im Oberharz. Das ist übrigens die leichteste Strecke zum Brocken!

Gemeinsam mit meiner Frau und unserer Hündin Bella machten wir uns auf Stempeljagd (www.harzer-wandernadel.de), um die letzten drei Stempel von 222 Stempel zum 5. Harzer-Wanderkaiser zu erreichen. Natürlich waren es gerade heute nur 4 Grad Außentemperatur und dichter Nebel mit einer Sichtweite von vielleicht 50 Metern. Auch unsere Kleidung war auf diesen Wetterumschwung wie immer nicht vorbereitet. Egal, dann einfach ein bisschen „Warmlaufen“. Das haben wir dann auch zügig gemacht und direkt an der ehemaligen Zonengrenze am Dreieckigen Pfahl den ersten Stempel ergattert. Weiter ging es zur Stempelstelle „Eckersprung“.

Eigentlich kann man von hier aus schon den Brocken sehen, doch der dichte Nebel verhinderte das. Nach 1:52 Stunden und ca. 7,5 Kilometer Wanderstrecke bei 366 Höhenmetern aufwärts waren wir dann schon oben auf dem Brocken und konnten dann den letzten Stempel ins Wanderheft setzen. Geschafft: Seit 2014 sind wir im Harz regelmäßig wandern und heute haben wir uns mit dem 5. Harzer-Wanderkaiser mit jeweils 222 Stempelstellen belohnt. Klar, dass wir frostige Hände hätten… doch vor Freude erwärmte sich unser Wanderherz. Wir haben uns mit den erstaunlich vielen jungen Leuten oben auf dem Gipfel als fitte Anfang Sechziger sehr wohl gefühlt. Was hat Sepp Herberger, der ehemalige deutsche Fußballtrainer, einmal gesagt: nach dem Spiel, ist vor dem Spiel. Wir machen weiter mit der Stempeljagd im Harz.

Leider kann ich heute eher nur neblige Fotos liefern. Aber einer hat mit etwas ins Ohr geflüstert, der berühmte Hinnerk (Heinrich) Heine: geh deinen Weg weiter so bester Wanderbruder und wenn dir Steine in den Weg gelegt werden, dann nehme diese für das nächstes Bauwerk.

Belohnt haben wir uns nach der Rückwanderung in Braunlage mit einem riesigen Spaghetti-Eis, denn uns war dann wirklich wieder warm geworden.

Von Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

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