Heute begann meine Wanderstrecke in Marktschorgast und führte mich durch Himmelkron, Lanzendorf, Ramsenthal, Gemein, Bürgerreuth, bis nach Bayreuth. Ich startete nach einem herzhaften Frühstück in der Pension Kuhlbander um 9.30 Uhr. Gleich zum Start zwei Stunden strömendem Regen. Super, dass auch noch Gegenwind von 70 km/h dazu kam. Egal, ich bin ja mit meiner Wanderung nicht auf einem Kindergeburtstag… Und später kam dann tatsächlich die Sonne raus…, danke lieber Gott.

Die Reise führte mich an der beeindruckenden „Schiefen Ebene“ vorbei, einer historischen Bahnstrecke aus dem 19. Jahrhundert, die einst eine betriebliche Herausforderung für Dampflokomotiven darstellte. Viele Züge mussten durch Schiebelokomotiven oder eine zweite, vorgespannte Lokomotive verstärkt werden, eine einzelne Dampflok hätte die Steigung nicht geschafft.

Auf meinem Weg traf ich Hermann, einen kenntnisreichen Wanderführer aus Himmelkron der mir die fränkische Linie zeigte – eine geologische Besonderheit, die vor Millionen von Jahren während der Alpenbildung entstand. Und ich bin einfach so über diese Linie gelaufen….

In Himmelkron öffnete Pfarrer Michael Krug mit die Kirche. Wir plauderten ein wenig über Gott und die Welt, denn der Pfarrer wird ja einen guten Draht nach oben haben.

Später kam ich an einem gemeinen Ort vorbei: „Gemein“ heißt der Ort. Hier machte die Redewendung „der hat einen Stock im Arsch“ auch bildlich eine gute Figur, wie auf einem Foto festgehalten.

Nach Ramsenthal überschritt ich die 50. Grad nördlicher Breite und überquerte heute erneut eine Grenze. Weiter ging’s nach Bayreuth.

Der Jakobsweg führte mich direkt am Bayreuther Festspielhaus vorbei, bekannt für seine einzigartige Akustik. Das Festspielhaus liegt oberhalb von Bayreuth auf dem „Grünen Hügel“. Für die Bayreuther Festspiele habe ich Karten reservieren lassen, kosten nur 990€ pro Stück. Und selbstverständlich habe ich mich mit der Altkanzlerin Angela Merkel für Ende Juli zur Eröffnung verabredet. Mal sehen, welches Kleid sie dann an hat. Ach so, habe ich mit meinem Schrei beim Sturz am Montag eine Arie gesungen und könnte sogar in Bayreuth auftreten? Ich wäre bereit.

Nach 25,4 Kilometern und 400 Höhenmetern erreichte ich mein Ziel in Bayreuth, das traditionsreiche Hotel und Restaurant, die Lohmühle. Die Gastfreundschaft der Lohmühler ist schon beeindruckend.

Im Restaurant probierte ich am Abend Tafelspitz mit Kloß, Preiselbeeren und Meerrettich, letzterer so scharf, dass mir ein Löschwasser aus der Küche gereicht wurde.

Mit einem erlebnisreichen Tag endete meine heutige Pilgerwanderung auf diesem Teilstück von Hof nach Nürnberg, und ich kann es kaum erwarten, meine Abenteuer auf der Homepage mit Euch zu teilen.

Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

Von Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert