Seit gestern bin ich von meiner Pilgerwanderung von Hof nach Nürnberg zurück. Schön war´s und sehr interessant. Vom letzten Abend im Gasthaus „Zum Roten Ochsen“ erreichte mich ein Statement vom Chefkoch, Küchenmeister und Inhaber des Gasthauses. Ehrlich schreibt er es als Schüttelreim:

Bei Dämmerlicht und Feierabend,

mit Personal die Woche planend,

erklärt die Mutter hektisch mir,

dass noch ein Pilger sucht Quartier.

Sie hat ihn darauf eingeladen,

er möge sich am Biere laben,

und ein Stück vom Schweinebraten,

sollte ich noch für Ihn braten.

Danach für Galle und den Magen,

vom Obst aus uns’rem Kirschen Garten,

muss dringend ich – wie aufgetragen,

zum Likör dem Gaste raten.

Doch wie es ist an manchen Tagen,

kommt es anders als beim planen.

Der Wirt der wittert ein Geschäft,

dass seine Kasse klingeln lässt,

wenn ihm sein großes Repertoire,

von Grussesformeln rasch wird bar.

Und dass er keinen Gast erbost,

„Hereinspaziert“ „Grüß Gott“ und „Prost“,

Bürgermeister, Bäcker, Jäger,

Straßenbahn- und Straßenfeger,

Metzger, Magd und Ingenieur

die Tür geht auf, ein Neuer mehr.

Es folgt mit weiteren Bieren,

hitzig scharfes debattieren.

Geräuschkulisse stark gestiegen,

als Schlagwort reichte schon „Berlin“.

Selbst der fromme Pilgersmann,

beim Streitgespräch ganz vorne dran.

Mancher weiß, ein Anderer wusste,

die Sache ist – der Sache Nutzen.

Grün wird lila, blau zu gelb,

und aller Menschen Meinung zählt.

Es folgen Kompromiss-Beschwörung,

Einsicht, Nachsicht nach Empörung,

Bis wieder Ruhe ist im Raum,

keiner verletzt – zu glauben kaum.

So gibt der Micro-Kosmos-Wirtshaus,

Gesellschafts Lebenstrick heraus:

Hier darf man Der sein der man will,

das bringt Persönlichkeit ins Spiel,

der Eine kommt ein And’rer geht,

ein mancher bleibt wie festgeklebt.

Viele Köpfe – viel Gedanken,

Sätze lang wie Bohnenranken,

Herbe Worte, Wahrheitsfindung,

Wut und Tränen, Glücksempfindung,

Einsicht oder zwei Parteien,

anstatt Duell muss Frieden sein.

Weil jeder weiß solang’ er bleibt.

„Sei besser kompromissbereit!“

Ein Jeder hat sein‘ eigen Spliehn,

erkläre das mal….in Berlin.

😂

….und es ward wieder Frieden im Land, und alle gehen zufrieden ihrer Wege.

J. 🍻

Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

Von Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

2 Gedanken zu „Statement vom Dorfwirt Jörg Meisel:“
  1. Hallo Bernhard,
    Danke für deinen Besuch und den schönen Abend. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder.
    Ich habe die Antwort auf Google noch einmal überarbeitet. Jetzt ist es schöner, wenn du das Online stellen möchtest.
    Danke für die gute Unterhaltung.
    Bis bald
    Jörg Meisel

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