In eigener Sache: Heute gibt es bewusst zwei Beiträge von meiner Jakobswegwanderung von Frankfurt/Oder nach Tangermünde vom Abschnitt Teltow bis Potsdam. Warum? Nicht so einfach das zu erklären, denn eigentlich schreibe ich hauptsächlich nur lustiges, aber heute habe ich auch viel nachdenkliches erfahren und das will ich für mich auch festhalten. Schwierig zu verstehen? Ja! Los geht’s mit dem „üblichen“ Wanderbeitrag:

Gestern war ich an meinem freien Nachmittag wie angekündigt noch im Freibad Kiebitzberge. Bestimmt 1.000 Familien mit ihren Kindern waren auch dort. Ob ich denn bei den Massen überhaupt ein paar Bahnen schwimmen kann? Ich konnte, denn das Schwimmerbecken war fast leer. Können die Kinder von heute nicht mehr schwimmen? Ich denke eher, dass aufgrund der Coronapandemie viele Schwimmkurse ausgefallen sind und ein Nachholbedarf besteht. Egal, ich habe mich gut abgekühlt und konnte wunderbar im GINN-HOTEL schlafen.

Nach einem exquisiten Frühstück und viel Reiseproviant vom Buffet habe ich mich bereits um 7.20 Uhr auf den Weg gemacht. Es sollte ein besonderer Tag werden.

Über Stahnsdorf ging die Strecke bis Babelsberg und dann weiter in die City von Potsdam. Ich wandere so da vor mich hin und denke aktuell an den verheerenden Waldbrand in Berlin/Grunewald. Also ich habe keinen Qualm vom 10 Kilometer entfernten Brandherd gerochen… Gut so, denn sonst hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt🙃.

Weiter ging die Strecke bis nach Babelsberg. Beim Filmstudio wollten die mich nicht rein lassen, obwohl ich für die Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ mit meinen Beiträgen richtige Drehbücher liefern könnte… Die für mich bekanntesten dort gedrehten Filme sind: Sonnenallee und Babylon Berlin.

Ich bin dann weiter zum Freizeitpark: „Filmpark Babelsberg“ gewandert. Da kommen Groß und Klein auf ihre Kosten. Nacherstellte Filmstudios und sogar ein Vulkanausbruch kann man dort bewundern. Über das schöne holländische Viertel und die Einkaufsmeile Brandenburger Straße ging es zum „Potsdamer Branderburger Tor“. Passt gut in die Stadt.

Heute habe ich übrigens mein Bergfest dieses Jakobsweges. Zirka einen Kilometer vor dem Schloss Sanssouci war die Hälfte mit 131,7 Kilometer geschafft und das nahe Franz-Schubert Cafe wurde zum Festort. Nein, es gab nur ein Bier, das Potsdamer Stangenbier. Die Bezeichnung „Stange“ bezieht sich übrigens auf die hohen Gläser, aus denen Mann (m), Frau (w) oder Divers (d) es trinken. Geschmeckt hat das Biobier. Würzig, auch nicht zu herb. Besonders gut gefallen hat mir der Spruch auf dem Etikett: „Geld allein macht nicht glücklich. Trinkt Bier.“ Ich war glücklich.

Über die Baumallee erreichte ich nach kurzer Zeit das Schloss Sanssouci. Imposante Parkanlage und das Schloss Sanssouci als prächtiges Bauwerk mittendrin.

Auf dem Weg zum CongressCentrum-Hotel, dem Ziel meiner heutigen Pilgerwanderung, fuhr direkt eine junge Frau auf ihrer roten Vespa an mir mit wehenden Schal vorbei und die trällerte tatsächlich Opern-Arien laut heraus. Eben Filmstadt – hätte auch Marilyn Monroe sein können…, ob sie im Geheimen noch ihr Hotel (s. Foto) führt?

Kurz vor dem Ziel kam ich noch bei der MBS-Arena, dem Sportpark von Potsdam vorbei. MBS steht für Mittelbrandenburgische Sparkasse. Unsere Partnersparkasse übrigens nach der Wende, damals noch mit Hauptsitz in Brandenburg. Auf meinen Wanderungen kriege ich immer wieder Impulse für Erinnerungen. Bin eben auch achtsamer und gerade heute trotz 25 Kilometer Wanderleistung. Und vieles dazu gibt es im 2. Beitrag unter https://wanderbruder.de/uns-uwe-manfred-krug-dieter-thomas-heck-und-willi-frohwein/

Zum Abschluss des 1. Beitrags vom heutigen Tag bedanke ich mich bei den gestrigen fast 100 Original-Followern meiner Internetseite. Schön, dass ihr bei mir seid.

Von Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender und Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von vier lieben Menschen.

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