In Altenklitsche war ich gestern in meinem modernen Monteurzimmer noch richtig fleißig. Es gab nämlich Mückenalarm. 17 Mücken habe ich innerhalb von zwei Stunden killen müssen. Kennt ihr bestimmt auch, man hat die Augen zu und pötzlich schwirrt eine Mücke ums Ohr. Ich zigmal wieder hoch und schon klatschen sie an den frisch gestrichenen weißen Wänden. Nach zwei Stunden hatte ich keine Lust mehr auf das Spiel und blieb trotz Surren liegen. Bin ich nicht entspannt? Zwei Treffer musste ich heute morgen direkt behandeln.

Ach ja und die Monteure. Unordentliche Gemeinschaftsküche – aber sauber. Der 1. Monteur kam um 20.00 Uhr und die Polen um 22.45 Uhr von ihren Baustellen. Arme Leute, die mehr als 12 Stunden am Tag schuften und nur geringe Spesen kriegen. Das wäre kein Leben für mich. In der letzten Unterkunft erzählt einer offen, wie soll ich eine Frau finden bei vierwöchiger Abwesenheit mehrmals im Jahr. Auch Freunde habe ich kaum noch.

Nach dieser kurzen Nacht war ich morgens gerädert. Ich habe mir eine Scheibe Brot von gestern „reingeschoben“ und dann war ich um 6.35 Uhr schon los. Die Sonne öffnete gerade ihre Augen.

Irgendwie war heute die Luft raus. Schon wieder so heiß und dazu windstill, es blies kein Lüftchen

Über Melkow und Kabelitz ging es zur Bundesstraße 188, damit ich direkt nach Tangermünde am Radweg wandern konnte. Nach 23,7 Kilometer war ich endlich in Tangermünde angekommen. Ein wenig ausgelaugt. In Tangermünde war ich vor einigen Wochen. Zum damaligen Beitrag hat sich außer den handelnden „Schülern“ nichts geändert. Hier könnt ihr alles nachlesen:

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Am Bahnhof habe ich meine Wanderschuhe ausgezogen… Finale, Finale und Ziel geschafft. 10 Tage war ich jetzt auf dem Jakobsweg von Frankfurt/Oder nach Tangermünde unterwegs. Das Fazit kommt dann heute noch in einem neuen Beitrag.

Von Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender und Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von vier lieben Menschen.

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