Heute war mein letzter Pilgertag auf dem Jakobsweg von Fulda nach Worms. 16,84 Kilometer für den letzten Tag waren nach 3 1/2 Stunden schnell geschafft. Und insgesamt dann 224,08 Kilometer auf der reinen Wanderstrecke.

Morgens beim Frühstück im Gasthof Bechtheimer Hof wurde ich mit selbstgemachter Feigenmarmelade überrascht. Nach dem gestrigen Abendessen von bester Qualität ein weiterer Pluspunkt heute morgen.

Gut gesättigt mit einem Fresspaket ging es dann über Osthofen, Herrnsheim bis zum Dom St. Peter nach Worms. Gleich nach Osthofen hatte ich einen sehr unangenehmen Geruch in der Nase. Igitt. Wie kann das sein, so mitten in den Weinplantagen. Haben die hier etwa kurz vor der Weinlese alles nochmal gespritzt? Nein Leute, es war das geerntete Zwiebelfeld in Größe eines Fußballfeldes von nebenan. Und meine Augen weinten. Eben Weinzwiebeln bei den Rebstöcken.

Die angefallene Sohle des Vorpilgers zeigte mir auch, dass heute ein guter Tag für das Ende meiner Pilgerwanderung gekommen ist. Es hat zwar viel geregnet, aber dafür hatte ich keine Mückenstiche.

Nach 502 Jahren habe ich es Martin Luther gleich gemacht und bin nach Worms gelaufen. Das Denkmal von Luther habe ich gleich besucht. Leider war es eingezäunt, doch Michael hat trotzdem ein schönes Abschluss-Foto gemacht und mich zum Dom begleitet. Hier war ich schon mal mit meiner Frau vor vielen Jahren. Dort gab es den obligatorischen Pilgerstempel als Belohnung. Aufgrund des Tipps von Michael habe ich noch den jüdischen Friedhof „Gelber Sand“ besucht. Sagenhaft mystisch hier mit den schräg stehenden Grabmalen. Hier sind viele Lebensgeschichten begraben, wahrscheinlich auch sehr schreckliche, zu frühe, Tode.

Jetzt sitze ich schon im Zug und freue mich auf zu Hause. Und irgendwie hatte die Bahn für mich noch einen Zugausfall fabriziert, so dass ich jetzt trotz Zugbindung mit einer cleveren Umbuchung eine Stunde eher zu Hause bin. Danke liebe Deutsche Bahn.

Natürlich gibt es nachher noch mein obligatorisches Pilgerfazit. Danke an Alfred und den Michaels für eure unterstützende Begleitung.

Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

Von Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert