Ich heiße Jimmy, wohne in Lauenstein, und bin der liebste Hund auf der Welt. Das wissen auch mein Frauchen und mein Herrchen… manchmal vergessen sie das und schimpfen mit mir. Ist ein Zeichen von Liebe!

Letzten Dienstag war ich schon drei Jahre hier in dem schicken Haus. Ich passe auch immer gut auf. Besonders im Garten verjage ich die blöden Hunde, die mir zu dicht ans Grundstück kommen. Meine Schwester Lizzy hilft mir gern dabei.

Aber was war heute morgen los: ich wurde von Frauchen fein gemacht. Sie hat sogar mein Geschirr angelegt. Lizzy nahmen sie mit und mich ließen sie zurück. Später sollte ich erfahren, dass Lizzy sich vertreten hat, und bei Frauchens Mama bleibt. Und was ist mit mir?

Auf einmal wird ein Schlüssel in den Schlitz der Haustür gesteckt. Wer kommt denn da. Oh, der Papa von Frauchen, ich nenne ihn immer Wanderbruder, weil der immer so viel wandert. Einmal habe ich schon eine große Wanderung mit meinem Wanderbruder https://wanderbruder.de/10-000-besucher-spuerhunde-und-ith-hils-weg/ mitgemacht. Das war richtig toll. 

Ich sehe meinen Wanderbruder so mindest einmal im Monat. Aber er war doch erst letzte Woche da. Hoffentlich wandert der mit mir. 

Ja, ja er macht mir die Leine um. Ich kann bei meinem Wanderbruder die Gedanken lesen. Wir wandern nach Salzhemmendorf über den Lönsturm bis nach Marienhagen auf dem Ith-Hils-Weg. Am Sportplatz in Lauenstein entlang führte uns der Weg bis zur Ith-Sole-Therme, da war früher mein Wanderbruder häufiger. Ach, auch an seiner ehemaligen Schule sind wir vorbeigekommen. Hat der sich gefreut.

Heute konnte ich so richtig meine Nase trainieren. Eine ganz neue Strecke, die bin ich noch gar nicht gelaufen. Schön… und da rieche ich einen Hasen. Egal, den kriege ich so oder so nicht.

Wir sind hier auf einem Qualitätswanderweg, echt super ausgeschildert. Ist mir eigentlich egal, ich finde mit meiner Schnüffelnase den Weg ganz allein.

Das ist die Heimat meines Wanderbruders, hier kennt er sich aus. Über den Knübel ging es dann zum Lönsturm hoch. Was grübelte denn mein Wanderbruder: Osterfeuer, weiße Latzhose und Overall. Nee, das habe ich nicht verstanden, passt das zum Osterfeuer? Der weiß es und will nicht weiter drüber nachdenken….

Gut, dass mein Wanderbruder mich nicht auf den Lönsturm befördert hat, denn da hätte ich bestimmt Angst bekommen.

Zwischendurch habe ich meinen Wanderbruder immer wieder angeleckt und angestupzt… das ist so schön mit ihm zu wandern. Nach 15,5 Kilometern waren wir dann in Marienhagen. Da stand das Auto meines Wanderbruders. Ich bekam mit, dass sein richtiger Bruder ihn dort abgeholt hat und nach Lauenstein zu uns gebracht hatte. Toller Bruder.

15,5 Kilometer bin ich heute gewandert. Mensch, war das warm… sorry: Hund, war das warm. 

Jetzt bin ich nach vier Stunden wieder zu Hause und höre meinen Wanderbruder tief und fest auf dem Sofa schlafen. Da kann ich mich auch mal ausruhen. War ja auch sehr anstrengend das Wandern und erst das Gedankenlesen bei meinem Wanderbruder. Über was der alles nachdenkt… 

Vielleicht hat mein Wanderbruder bald mal wieder Zeit und dann komme ich mit meiner Schwester Lizzy mit.

Bis bald! Euer Jimmy

Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

Von Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert