Dithmarscher Jakobsweg Tour gestartet.

Update vom Vortag

Bevor ich von meinem heutigen Abenteuer berichte, noch eine kleine Anmerkung zum gestrigen Tag: Nein, es geht nicht um den nicht gegebenen Elfmeter bei der EM 2024 für Deutschland. Vielmehr hat der Wirtsjunior Christian vom Aukrug mir erzählt, dass sich nur 1-2 Pilger pro Jahr auf der Via Jutlandica verirren – während der Corona-Zeit waren es tatsächlich mehr.

Start in Friedrichstadt

Heute bin ich früh aufgestanden, um mit dem Zug von Glückstadt über Itzehoe nach Friedrichstadt zu fahren. Es stand eine Einschubwanderung auf dem Dithmarscher Jakobsweg von Friedrichstadt nach Glückstadt an, die vier Wandertage umfasst. Bereits während der Bahnfahrt konnte ich meine heutige Unterkunft, Koll’s Gasthof, erspähen, was für ein Zufall, dass ich das aus dem Zugfenster gesehen habe. Dort werde ich quasi direkt neben den Bahnschienen übernachten und von außen sah es nicht einladend aus. Gibt’s schon wieder Hotelärger?

Wanderung von Friedrichstadt nach Weddingstedt

Meine Pilgerwanderung begann bei der Touristinformation im malerischen Friedrichstadt. Bis neun Uhr morgens hatte es hier kräftig geregnet, und sogar ein Kinderspielplatz verwandelte sich in einen kleinen Pool (siehe Foto).

Der Weg führte mich über die Eiderbrücke nach St. Annen und weiter bis Krem. Statt auf dem Fahrradweg entlang der Kreisstraße zu laufen, habe ich mich für Feldwege entschieden. In Rehm-Flehde-Baden wählte ich bewusst den Direktweg nach Weddingstedt, meinem heutigen Zielort. Die Strecke führte durch Moorgebiete, Felder und Wiesen. Diese Region ist bekannt für Pferdezucht, und überall grasten Milchkühe auf den saftigen, feuchten Wiesen – alles mit dem Gütesiegel von Hansano (kleiner Werbeblog).

Ankunft in Koll’s Gasthof

Schließlich kam ich gut im Koll’s Gasthof an. Das neue Gästehaus bietet schicke Zimmer, und die nahegelegene Bahnstrecke wird nur selten befahren. Also alles bestens und unnötige Gedanken gemacht – die allseits bekannte vorauseilende Prophezeiung.

Heute waren es dann 22,48 Kilometer, trotz der offenen Blutblase an der Ferse vom rechten Fuß. Nach der Wanderung stand noch ein Pilgerwaschtag für Unterhosen und Wandersocken an. Auch das muss sein – ist aber nervig.

Ab 18 Uhr wird es dann Zeit für das kulinarische Highlight des Tages: gehobene Hausmannskost. Ich bin schon richtig hungrig und freue mich auf ein deftiges Abendessen. Die Speisekarte bietet klassische Gerichte der Region, frisch zubereitet und reichhaltig. Es gibt zum Beispiel knusprigen Schweinebraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen, saftige Frikadellen mit Kartoffelsalat und eine hausgemachte Rinderroulade. Bin gespannt, mit welchem Gericht ich mich belohne. Der perfekte Abschluss eines langen Wandertages.

Und natürlich ist wieder eine Seite aus meinem Wenn-Buch dabei.

Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.

Von Bernhard

Jahrgang 1963, Sparkassenbetriebswirt, jetzt Pensionär, 1. Vorsitzender, Pressewart und stv. Wanderwart beim SC Barienrode e.V., Gesetzlicher ehrenamtlicher Betreuer von fünf lieben Menschen.