Es geht wieder los. Am 19. Oktober wird frühmorgens in Barienrode gestartet. Das 1. Ziel heißt dann Höxter. Dort beginnt mein neuer Jakobsweg, der mich in zwölf Etappen und rund 300 Kilometern bis nach Frankfurt führen wird.
Nach den bisherigen Touren war natürlich die Frage: Wohin geht es diesmal? Die Antwort ist gefunden – und ich glaube, der Weg hat einiges zu bieten. Von Höxter geht es zunächst über Bad Karlshafen, Borgentreich, Volkmarsen und Naumburg weiter nach Fritzlar. Danach warten unter anderem Kloster Haina, Marburg, Gießen, Butzbach und Bad Nauheim, bevor am 30. Oktober Frankfurt erreicht werden soll.
Die Etappen sind wieder ganz nach meinem Geschmack. Meistens zwischen 20 und 30 Kilometer, aber ein paar längere Brocken sind natürlich auch dabei. Gleich am dritten Tag stehen 28 Kilometer bis Volkmarsen auf dem Programm, später gibt es sogar einen Tag mit mehr als 32 Kilometern. Man will ja schließlich nicht den Eindruck erwecken, dass man nur von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit spaziert.
Und Sehenswürdigkeiten gibt es reichlich. Historische Altstädte, Kirchen, Klöster und natürlich die kleinen Dinge am Wegesrand, die man vorher auf keiner Karte findet. Dazu werden wieder möglichst viele Pilgerstempel eingesammelt. Irgendwann muss man ja schließlich beweisen können, dass man tatsächlich dort war.
Und damit niemand später behaupten kann, er hätte nicht gewusst, worauf er sich beim Mitwandern am Bildschirm einlässt, hier schon einmal der Fahrplan für die Füße:
Der Tourenplan
19.10. – Höxter → Bad Karlshafen: 22,0 km
20.10. – Bad Karlshafen → Borgentreich: 21,8 km
21.10. – Borgentreich → Volkmarsen: 28,0 km
22.10. – Volkmarsen → Naumburg: 24,0 km
23.10. – Naumburg → Fritzlar: 20,5 km
24.10. – Fritzlar → Armsfeld: 24,9 km
25.10. – Armsfeld → Rosenthal: 23,4 km
26.10. – Rosenthal → Marburg: 30,5 km
27.10. – Marburg → Lollar: 25,7 km
28.10. – Lollar → Butzbach: 29,5 km
29.10. – Butzbach → Karben: 32,6 km
30.10. – Karben → Frankfurt: 26,5 km
Die Route ist geplant, die Etappen stehen fest und die Vorfreude steigt. Jetzt muss eigentlich nur noch das Wetter mitspielen. Wobei ich inzwischen gelernt habe: Beim Jakobsweg ist schlechtes Wetter kein schlechtes Wetter – es ist später einfach eine besonders interessante Geschichte.
Und genau deshalb freue ich mich auf die nächsten zwölf Tage. Mal sehen, was der Weg diesmal mit mir vorhat. Sicher ist nur: Es wird wieder einiges zu erzählen geben.
Höxter, ich komme. Der Wanderbruder ist bald wieder unterwegs.
Buen Camino! 🥾