Radrennfahrer, Jakob verloren und Asse gefunden

Im Büro hätte ich gesagt: typisch Montag. Der “Grieche” von gestern lag mir die ganze Nacht noch schwer im Magen, so dass ich heute morgen auch nicht nur Pilger sondern noch gefühlter Radrennfahrer war, so gerädert war ich noch. Und das sollte so bleiben. Bin kurz nach 8 los und hatte immer noch keine Orientierung. Egal, die App maps.me gestartet, den nächsten Ort “Trügleben” eingegeben. Und los. Ich habe viel gesehen, bloß den Jakob (Wegsschilder) verloren. Auch im nächsten Ort Aspach, aber bitte nicht mit dem Weinbrand Asbach Uralt verwechseln, weit und breit kein Jakob zu sehen. Will mich da einer an einem Montag ärgern? Früher hätte ich es mir eingeredet, heute weiß ich, dass das alles nur Einbildung ist. Aber die Schilder habe ich trotzdem nicht gesehen.

Und wieder den nächsten Ort eingegeben: Mechterstädt. Jups, da habe ich die Asse (kleiner Bach) gefunden und bin auf der linken Seite entlanggewandert. Dann führte mich die App über eine vielbefahrende Straße nach Mechterstädt. Ich muss wohl verzweifelt ausgesehen haben, denn ein Autofahrer fuhr erst vorbei und drehte um, um mich dann nach meinen Weg zu fragen. Er hätte mich mitgenommen… Sehr freundlicher Autofahrer.

Endlich, in Burla habe ich Jakob wieder gefunden – nach über 15 Kilometern… und so erreichte ich Eisenach nach 7,5 Stunden. Das hat geschlaucht, denn ich hatte in der ersten Hälfte der Strecke keine gute Orientierung und das hat mich so beschäftigt, dass ich mit “Scheuklappen” gewandert bin. Wirklich rein gar nichts wahrgenommen. So einen Tag wie heute, hatte ich früher häufiger, besonders Montags 🙂

Schnell noch in Eisenach das Martin-Luther-Haus angesehen und dann ab zum Kaiserhof. Ausgiebig geduscht und dann einen zweistündigen Vorabend-Schlaf gehalten. Hätte ich mal im Büro auch ein Schlaflager gehabt…., denn jetzt bin ich fit und könnte Bäume ausreißen.

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